Fehler- und Abweichungsmanagement

TestmanagementDie Welt verändern, ein Bug nach dem anderen…

Fehler- und Abweichungsmanagement (Defectmanagement)


Unter einem Fehler- und Abweichungsmanagement versteht man den Prozess der Erkennung, Untersuchung, Maßnahmenergreifung und Behebung von Fehlerzuständen und Abweichungen. Dazu gehören Protokollierung, Klassifizierung und Analyse der Auswirkung von Fehlerzuständen und Abweichungen.

Beim
Testen geht es um das Aufdecken und Melden von Abweichungen des getesteten Systems von Anforderungen, also um das Feststellen von Fehlerwirkungen bzw. das Erkennen von Fehlerzuständen.

Um Abweichungen beheben zu können, ist eine hinreichende Dokumentation des Fehlverhaltens zu erstellen.

Auch muss eine
Risikoabschätzung eines im System verbleibende Fehlers erfolgen. Defects können auf jeder Teststufe vorkommen.

Ein
Fehler wird auch als Bug bezeichnet - den ersten dokumentierten Bug sehen Sie in dem Hintergrundbild auf dieser Seite.

Der Aufbau eines Abweichungs-/Fehlerberichts ist nach dem Standard IEEE 1044 und der dazugehörigen Dokumentation IEEE 1044/1 festgelegt.
Die IEEE-Norm definiert eine Abweichung als unerwartetes Ereignis, das weiterer Untersuchungen bedarf.

Die standardisierte Klassifizierung nach IEEE 1044 erfolgt in folgenden Schritten:
  • Erkennung/recognition
  • Analyse/investigation
  • Behebung/action
  • Abschluss/disposition
Jeder dieser Schritte besteht i.w. aus folgenden Tätigkeiten:
  • Dokumentieren/recording
  • Klassifizieren/classifying
  • Auswirkungen bestimmen/identifying impacts.

Für die Bearbeitung von Abweichungen wird oftmals auch ein CCB (Change Control Board) eingerichtet, bestehend aus dem Entwicklungsleiter, dem Testmanager, dem Produktmanager und dem Projektleiter. Gibt es einen Defectmanager, gehört auch er in das Team.

Ein
Statusmodell für den Status von Abweichungen kann von der Unternehmung individuell festgelegt werden.
Defects werden priorisiert und einer Fehlerschwere/Severity zugeordnet.

Folgende
Severity-Level werden häufig verwendet:
  • Critical
  • Major
  • Moderate
  • Minor.
Fehlerstatusmodell

Die Beseitigung der Defects wird auch unter zeitlichen Aspekten durchgeführt, z.B. nach den 1-2-4-8 Service-Levels, was beispielsweise wie folgt aussehen könnte:
Priorität, Severity
Aktion
Antwort in Stunden
Fixing in Tagen

1

im laufenden Testzyklus

1

1
Hot fix

2

im laufenden Testzyklus

2

2
Hot fix

3

im nächsten Testzyklus

4

4
nächstes Release

4

im nächsten Testzyklus

8

8
nächstes Release


Werkzeuge dienen zur Aufzeichnung und Statusverfolgung von Fehlerzuständen und Abweichungen während des Testens. Sie enthalten oftmals eine Workflow-Komponente, um die Sammlung, Korrektur und den Fehlernachtest von Vorfällen/Abweichungen verfolgen, steuern und über Berichtsfunktionen darstellen zu können.
Die Tools liefern Reports, um die Abweichungen deutlich machen zu können. Geeignete
Metriken unterstützen dabei.
Bekannte Tools sind beispielsweise
Mantis, Jira, HPQC/ALM und IBM Rational.
Atlassian selbst bezeichnet das Tool Jira als Projektverfolgungstool. Für Jira gibt es auch eine agile Komponente Jira Agile.

Fehlermetriken können in Form von Diagrammen visualisiert werden. Die Visualisierung erfolgt mittels der Defect-Management-Tools. Beispielsweise werden visualisiert:
  • Anzahl der neuen, in Bearbeitung befindlichen und geschlossenen Defects nach Priorität und Severity
  • Summe der offenen Defects nach Priorität und Severity
  • Trends
Der Einsatz des passenden Defectmanagementtools, die Erstellung eines anforderungsgerechten Statusmodells, die Gestaltung der unterstützenden Workflows sowie die Planung der adäquaten Fehlermetriken übernehmen wir für Sie.
Wir sorgen dafür, dass der Defectmanagementprozess richtig gelebt wird.
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Fehler- und Abweichungsmanagement
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